20 Jahre nach dem Mauerfall: Erinnerungen
Eigentlich wollte ich es gestern bereits bloggen, aber ich kam mal wieder nicht dazu. Jetzt aber wenigstens mit geringfügiger Verspätung:
Meine Erinnerungen an den Mauerfall am 9. November 1989.
Ich war noch nicht einmal 1 1/2 Jahre beim Gesamtdeutschen Institut (GdI) – auch Bundesanstalt für gesamtdeutsche Aufgaben (BfgA) – beschäftigt, als die Mauer fiel. Es war meine erste berufliche Tätigkeit nach der Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt (FHöV).
Ich bekam damals mit, dass es Veränderungen in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) gab. Die größte Sorge war aber, dass die friedlichen Demonstrationen – wie im Sommer zuvor in China auf dem Platz des himmlischen Friedens – mit militärischer Gewalt niedergeschlagen würden.
In dieser politischen Großwetterlage hatte ich am 9 November 1989 abends eine Podiumsdiskussion im Bonner Juridicum mit dem ehemaligen Leiter der Ständigen Vertretung Hans-Otto Bräutigam und dem ehemaligen Bundesverfassungsrichter und Bundesverteidigungsminister Rupert Scholz besucht.
Das Unglaubliche daran: Es ging um die Einheit Deutschlands – Traum oder Trauma für ein geeintes Europa. Die dort stattgefundenen theoretischen Diskussionen wurden zeitgleich von der Wirklichkeit überholt. Aber davon bekamen wir im Juridicum nichts mit.
Erst als ich danach mit dem Zug nach Koblenz gefahren war und die Tür meiner Wohnung in Koblenz öffnen wollte, informierte mich mein Nachbar Rüdi darüber, dass die Mauer gefallen ist. Er lud mich zu ihm ein, wir schauten uns die Bilder im Fernsehen an und diskutierten darüber. Es war ein unglaubliches Gefühl der Freude. Das war definitiv ein historischer Moment! Diese friedliche Revolution war ein besonderer Glücksmoment in der deutschen Geschichte.
Den Anstoß für diesen Blogbeitrag erhielt ich übrigens durch den lesenswerten Blogbeitrag “Der Tag, als die Mauer fiel” von Jens Grochtdreis. Danke dafür!
Mal schauen wie lange in diesem schnelllebigen Medium Internet diese Erinnerungen überleben.
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