Die Schwächen des iPhone 3G

Das iPhone 3G ist definitiv verbessert worden gegenüber der ersten Version des iPhone. Die Vermarktung des Kulthandys geht damit in die zweite Runde.

Gleichwohl bestehen einige Schwächen des Geräts der ersten Generation fort. Hier führe ich mal die Schwächen auf, warum ich trotz des gelungenen Designs nicht zum iPhone wechseln werde:

  • Das iPhone unterstützt jetzt zwar Microsoft Exchange ActiveSync (EAS) und damit die Push-Email-Funktion, aber über eine echte QWERTZ-Tastatur für Vielschreiber wie etwa viele Modelle von Blackberry und das P990i und demnächst das Xperia X1 von Sony-Ericsson verfügt es weiterhin nicht. Stattdessen gibt es weiterhin nur die Touchscreen-Tastatur über den berührungsempfindlichen Bildschirm, die zumindest gewöhnungsbedürftig ist.
  • Das Handy gibt es in Deutschland weiterhin nur mit einer Vertragsbindung über 24 Monate bei T-Mobile und einem monatlichen Preis von 29 € aufwärts. Zwar gibt es beispielsweise das iPhone 3G in Belgien bei Mobistar auch ohne Vertragsbindung und SIM-Lock, kostet aber dort dann aktuell stolze 525 € (8 GB-Gerät) bzw. 615 € (16 GB-Gerät).
  • Der Akku ist zwar nicht mehr angelötet, aber lässt sich im Gegensatz zu anderen Handys weiterhin nicht austauschen, da man dafür das iPhone 3G aufschrauben müsste. Sollte ein Ersatzakku nach der Garantiezeit erforderlich werden, dürfte das teuer werden. In den USA kostet der Einbau eines Ersatzakkus 89 $. Darüber hinaus soll der Akku nach etwa vier bis fünf Stunden Telefonieren bzw. Surfen leer sein.
  • Musik scheint sich nur mit iTunes über Playlisten auf das iPhone übertragen zu lassen. Immerhin kann man nun problemlos jeden Kopfhörer mit 3,5 mm-Klinkenstecker anschließen.
  • Das iPhone hat kein Java. Damit unterstützt es keine Javaanwendungen wie den Opera Mini oder MiniPauker.

Als weitere Schwachstellen des iPhone, die für mich allerdings nicht ausschlaggebend sind, werden im Internet genannt:

  • Weiterhin sind keine MMS mit dem iPhone mögich.
  • Die eingebaute 2 Megapixel-Kamera ist nur von mäßiger Qualität und kann keine Videos aufnehmen.
  • Copy & Paste (Kopieren und Einfügen) von Text und Dateien gibt es weiterhin nicht.
  • Zwar ist der interne Speicher mit üppigen 8 bzw. 16 GB ausgestattet, aber wenn man mehr Arbeitsspeicher möchte oder braucht, ist man aufgeschmissen. Es gibt keinen Speicherkarten-Slot und somit ist eine Speicheraufrüstung mittels Speicherkarte nicht möglich.
  • Voice-Dailing ist mit dem iPhone weiterhin nicht möglich. Allerdings hat Fonix Speech eine entsprechende Anwendung für Voice-Dailing angekündigt.
  • Die Bildschirmauflösung beträgt 480 x 320 Pixel. Das ist mehr als mein derzeitiges Handy, das Sony Ericsson P990i hat (240 x 320 Pixel), aber auch deutlich weniger als das bereits angekündigte Sony Ericsson Xperia X1 (800 x 480 Pixel).
  • Trotz UMTS lässt sich das iPhone nicht als Modem einsetzen.

iPhone 3G Trio

Zum Schluss noch ein paar Links zu Seiten, die auch Nachteile bzw. Schwächen des iPhone 3G erwähnen:

12 Kommentare

  1. Hallo,

    ein wirklich interessanter Artikel zum iPhone. Nachdem ich deinen Beitrag gelesen hatte ist mir wieder ein Beitrag in meinem Blog eingefallen, wo ich an 10 Punkten das iPhone mit dem BlackBerry verglichen habe.

    Hier der Link zum Beitrag „Wieso das iPhone kein BlackBerry ist“:

    http://www.blogberry.de/blackberry/10-gruende-wieso-das-iphone-kein-blackberry-ist/

    Schöne Grüße,
    Sascha

  2. Dieter sagt:

    Hallo Sascha,

    auch Dein Beitrag „Wieso das iPhone kein BlackBerry ist“ ist interessant. Danke für Deinen Kommentar und den Link zu diesem informativen Beitrag.

    Schöne Grüße zurück
    Dieter

  3. Marco sagt:

    Der Akku ist leider nicht nur fest im Gerät, sondern vor allem zu schwach.

  4. Dieter sagt:

    Der Akku ist leider nicht nur fest im Gerät, sondern vor allem zu schwach.

    Das steht aber genauer in meinem Beitrag:

    Darüber hinaus soll der Akku nach etwa vier bis fünf Stunden Telefonieren bzw. Surfen leer sein.

  5. Thomas sagt:

    Ich musste bereits nach einem Jahr das fest verbaute Akku austauschen und das war teuer.

    Ein Freund von mir hat iPhone 3G und hat mir gesagt, dass es aus Plastik, statt aus Alu besteht und Feuchtigkeitsempfindlich ist. Man sollte gut überlegen bevor man sich entscheidet.

  6. Dieter sagt:

    @Thomas
    Was kostete denn der Austausch des Akkus?
    Und wieso fällt das nicht unter die Gewährleistung?

    Sorgfältiges Überlegen bevor man viel Geld für so ein Handy ausgibt beziehungsweise sich an einen langfristigen Vertrag bindet, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

  7. Micha sagt:

    Also wenn zur Wahl steht, Blackberry oder iPhone, dann würd ich mich für den Blackberry entscheiden, schon wegen der Software. Und Apple ist generell ein teurer Spass.
    Gruss Micha

  8. Dieter sagt:

    @Micha
    Die Entscheidung für ein bestimmtes Smartphone sollte sich nach den eigenen Bedürfnissen richten. Was sind Deine Entscheidungskriterien?

    Für mich sieht das angekündigte Nokia N900 interessant aus. Allerdings warte ich noch auf Testberichte. Vor allem möchte ich noch wissen, inwieweit auch der mp3-Player und Sound meinen Anforderungen entsprechen dürfte.

  9. Jenny sagt:

    Ich brauche zum Glück den ganzen Schnick-Schnack nicht. Telefonieren, SMS schreiben, das muss einfach und leicht funktionieren. Musik hören und Fotos machen ist zweitrangig, aber wäre auch noch super. Alles was darüber hinaus geht, brauch ich schon nicht mehr. Vor allem das Internet benütze ich sicher nicht.

  10. Dieter sagt:

    @Jenny
    Wenn Du keinen Internetzugang mit Deinem Handy brauchst, dann tut es auch ein einfaches Handy. Ein Smartphone wäre für Dich dann „Oversized“. 😉

  11. Robin sagt:

    Die Frage ist natürlich immer was man aus seinem iPhone macht. Ein iPhone im Originalzustand ist meiner Meinung nach das schlechteste Handy das man sich vorstellen kann (Grund: viel zu viele ungenutzte Fähigkeiten)
    Wer einmal ein gehacktes iPhone in der Hand hatte, der merkt schnell den Unterschied.

    Auch Apple merkt das: Man schaue sich mal die Funktionen des „iPhone 4“ an. Lauter Programme die andere entwickelt haben wurden von Apple nachgebaut um ihr Handy wieder attraktiv zu machen.

    PS: deine Beschreibung stimmt nicht ganz: Denn es sind sehr wohl Funktionen wie „Copy&Paste“ vorhanden.

  12. Dieter sagt:

    @Robin
    Wenn man kein Freak ist – wie ich, dann will man das Betriebssystem seines Smartphones nicht hacken (beim iPhone hat sich der Begriff jailbreaken dafür etabliert). 😉

    Open Source for open mind. Apple betreibt dagegen mit seinem geschlossenen System eine Veräppelung und Gängelung der Nutzer. Deshalb habe ich inzwischen auch ein Motorola Milestone mit Android 2.1. Auch dort kann man das Betriebssystem Android hacken (dort heißt es dann rooten). Aber als Linux-Unerfahrener werde ich von so etwas die Finger lassen und das rate ich auch jedem, der davon keine Ahnung hat.

    Lässt man sich auf das Hacken des Betriebssystems ein, dann geht mit jedem Update des Betriebssystems das Hase/Igel-Spiel los.

    Paste & Copy ging mit dem iPhone 3G damals (Juli 2008!) definitiv nicht. Vielleicht hat sich das ja mit einem iOS-Update geändert. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, soll das aber erst ab dem iPhone 3GS möglich sein.

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Webseite veröffentlicht am Sonntag, den 13. Juli 2008, um 16:54 Uhr,
zuletzt geändert am Sonntag, den 30. Dezember 2012, um 20:55 Uhr.
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