Wolfgang Clement wurde gedemütigt! Der Arme!

Soeben habe ich bei GMX gelesen, dass Clement sich von der SPD gedemütigt fühlte.

Das Springerblatt Welt am Sonntag, in der seine umstrittenen Äußerungen zu Frau Andrea Ypsilanti und der Hessenwahl veröffentlicht wurden, stand er für ein Exklusivinterview mit dem Titel „Clement spricht über die Gründe seines Austritts“ zur Verfügung. Ich denke, das sagt einiges über seine Geisteshaltung und politische Einstellung aus.

Dank dieses Exklusivinterviews kennen wir nun auch den Grund seines Parteiaustritts. Insoweit ist die Überschrift des Artikels in der Welt am Sonntag, in dem von Gründen (Plural!) die Rede ist, irreführend.

Im GMX-Artikel ist dieser Grund so gut beschrieben, dass ich hieraus einfach mal zitiere:

Das „Fass zum Überlaufen“ habe gebracht, dass ihm die Bundesschiedskommission neben der Rüge für seine Äußerungen im hessischen Landtagswahlkampf eine Erklärung abverlangt habe, künftig seine Worte sorgfältig zu wählen, sagte Clement der „Welt am Sonntag“.

Clement hatte in dieser schriftlichen Erklärung bestritten, dazu aufgerufen zu haben, die hessische SPD nicht zu wählen. Weiter schrieb er: „Ich werde aber bei der Wortwahl künftiger Äußerungen darauf achten, dass solche Missverständnisse nicht mehr entstehen.“

Die Ursache des Parteiaustritts wird in dem Exklusivinterview zwar nicht genannt, ist aber offensichtlich:

Das gekränkte Ego von Herr Wolfgang Clement.

Der Verzicht auf parteischädigendes Verhalten und damit verbunden ein Mindestmaß an Parteidisziplin war offensichtlich für den Egozentriker Clement zuviel verlangt. Statt Diskussionen über Grundsatzfragen innerhalb der Partei SPD zu führen, beschädigte er lieber die damalige Spitzenkandidatin der SPD im hessischen Wahlkampf, Frau Andrea Ypsilanti, über die Medien. Hierauf wollte er unter Verweis auf die Meinungsfreiheit auch in Zukunft nicht verzichten müssen.

So gesehen ist sein Parteiaustritt konsequent, auch wenn er viel früher hätte erfolgen können und müssen. Aber so war er natürlich länger in den Medien präsent und konnte die Partei, der er 38 Jahre angehörte, zum Abschied wirkungsvoller (be-)schädigen.

Schön finde ich die vielen kritischen Kommentare zum Exklusivinterview auf der Website des Springerblatts Welt. Das relativiert doch sehr deutlich die Überzahl der zustimmenden E-Mails, die Herr Clement bekommen hat. Allerdings wundert es mich auch nicht, dass die Masse der Kritiker ihm keine Mail mehr geschrieben hat. Warum sollten sie ihm mehr Beachtung schenken als er verdient hat?

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Webseite veröffentlicht am Sonntag, den 30. November 2008, um 12:41 Uhr,
zuletzt geändert am Freitag, den 26. November 2010, um 14:13 Uhr.
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